mariposa monarca

jueves, 30 de abril de 2009

(Des)information
Seit dem letzten Wochenende lesen und hören wir Nachrichten über die Schweinegrippe. Einerseits gibt es da Informationen, andererseits viele Geschichten über Episoden, die wohl aber kaum ein genaues Bild der Gesamtlage vermitteln. Während im deutschen Fernsehen etwas über den Protest einiger mexikanischer Krankenschwestern zu erfahren war, interviewte das französische Fernsehen Französinnen, die hier in Mexiko leben. Die Informationen, die in den Medien verbreitet werden, sind seit vorgestern für mich nicht mehr nachvollziehbar. Wieviele Menschen sind hier in Mexiko an dem Virus gestorben? Wieviele sind infiziert? Die jüngsten Zahlen liegen weit unter denen, die letztes Wochenende bekannt gegeben wurden. Damit kommt ein Mechanismus in Gang, den ich schon von früheren schwierigen Situationen kenne. Ich bekam gestern eine Mail (versendet an „alle“), in der es heißt: Die Behörden sagen uns nicht die Wahrheit. Es handelt sich um ein Komplott der Regierung. Warum Komplott, und wem soll das nutzen? Ich weiß es nicht, denn ich habe die Mail nicht zu Ende gelesen. Diese Gerüchte schüren Gefühle, die genauso wenig totzukriegen sind wie das Virus, das mutiert, sich ausbreitet, und dann irgendwo eine Weile wartet, bis geeignete Wirte in seine Nähe kommen.

La journée de l’enfant
Malheureusement, cette année les enfants ne pourront pas pouvaient pas profiter beaucoup de « leur » journée. Les parcs sont fermés, tant comme les musées et les cinémas. Je viens de me rendre compte que, à part de l’amusement, cette journée a été « inventée » par l’ONU. Ce qui m’inspire du programme de l’ONU est l’idée que tous les enfants aient la possibilité de vivre l’expérience de fraternité aves les enfants qui vivent ailleurs. En Allemagne, l’organisation pour la protection des enfants proclame aujourd’hui la journée de l’éducation libre de violence, pour la sixième fois. Une bonne idée, à mon avis. La violence verbale et physique envers d’autres personnes me semble plus commune dans ce pays qu’ailleurs. La seule chose qui fait une différence est développer une conscience collective que cela est inadmissible.

martes, 28 de abril de 2009

Influenced by Influenza
Everything is quiet. You could almost think a long weekend is under way, but the calendar tells me that this is Tuesday. The course I was taking was interrupted yesterday, and, except for the supermarket, there is really nowhere I could go. The university is closed, as are schools, movie theaters, museums, and restaurants. My dentist called to cancel my appointment this week. They are talking about closing down public transportation. It feels as if the city holds its breath. I have no way of knowing if any of my neighbors are sick, nor how many people are hospitalized. Was this what it was like when an epidemic broke out in the middle ages? Yes and no. I have access to updated information at home. I can get work done without going anywhere. I can even talk to friends and family and reassure them that everything here is fine. This makes the uncertainty easier to bear. The first question that comes to mind is: Will this be over by May 6? The virus has only one intention: to infect as many living beings as possible. My contribution to ending this is: I stay at home, and I do not take any unnecessary risks.

viernes, 10 de abril de 2009

Tempus fugit...
Seit einigen Tagen fallen mir zwei Uhren auf, an denen ich hin und wieder vorbei gehe. Die eine hängt in der U-Bahn Station, an der ich auf meinem Nachhauseweg aussteige. Dort war gestern Morgen kurz nach dem Frühstück zu lesen „23:20 – 20. Februar“. Die andere zeigt seit einigen Tagen immer dieselbe Zeit, 17 Minuten vor neun, wobei dies wohl immerhin zweimal täglich als richtig bezeichnet werden kann. Was ist das mit der Zeit? Ich erinnere mich daran, dass R. mir vor Jahren sagte „Die Zeit hier ist elyptisch.“ Ich habe keine Ahnung, was er damit gemeint haben könnte, und wenn er es mir damals erklärt hat, so habe ich es vergessen. Aber das Bild, das ich heute damit verbinde, ist das eines Kerns, des „jetzt“, umgeben von Erinnerungen und Erfahrungen der Welt, die ich zu anderen Zeiten gemacht habe oder machen werde. Im Gegensatz dazu steht das Zeitkonzept, das ich von Kind an gelernt habe. Demzufolge wird die Zeit als Pfeil dargestellt, gewöhnlich von links nach rechts. Des „jetzt“ ist ein Punkt irgendwo auf diesem Pfeil, und ich habe früh gelernt, dass man ihn in Abschnitte unterteilen kann. Große Abschnitte für Jahrhunderte, Jahrzehnte und Jahre, kleinere für Monate, Tage und Stunden. Immer ist jedoch dieser Punkt „jetzt“ die Trennung zwischen dem, was war, und dem, was noch kommt. Welches Konzept ist das richtige? Möglicherweise weder das eine oder das andere. Es kommt wohl darauf an, welchen Aspekt dieser Welt ich erklären möchte.
Mauvaises nouvelles
Hier, on a vue un film de science fiction dont l’histoire raconte l’arrivée des êtres sur notre planète qui veule la sauver – de nous, les êtres humains. Un de ces êtres explique que sa civilisation a observé la Terre depuis longtemps, et on est arrivé à la conclusion que les humains détruisent toute la vie. Les personnes qui entendent cela plaident pour « une chance », et un scientifique dans le film dit « Nous ne changeons pas notre comportement sinon dans une situation dont nous réalisons que nous sommes arrivés presque à la fin. » La question que je me pose aujourd’hui est « C’est combien la distance entre la fin et nous? » Depuis hier et jusqu’à lundi, on a coupé l’eau pour cinq million de personnes dans cette ville. On annonce que la pression sera basse jusqu’à la fin du mois. Est-ce ceci le moment de réaliser quelque chose? Que l’eau est une ressource qui manque? Il a plu peut-être deux ou trois fois depuis notre retour. C’est la sécheresse, rien d’extraordinaire. Mais nous continuons à arroser nos jardins, à laver nos voitures, à jeter l’eau dans la rue le matin pour rafraichir l’aire un petit peu. Celles-ci sont nos habitudes. Qu’est-ce qu’il manque pour prendre conscience que l’eau est en train de disparaître? Une idée qui me passe par la tête : Commémorer cette disparition dans les rues qui portent des noms des anciennes rivières, devenues depuis quelques décades des autoroutes. La rivière Churrubusco, par exemple, coulait au nord du petit village de Coyoacan, et rida Kahlo y a probablement fait des promenades quand elle était enfant. J’ai parlé avec une personne qui se souvient encore d’avoir vu coule ces eaux. Aujourd’hui, six voies d’asphalte se remplissent tous les matins avec des voitures. Le nom est resté.

miércoles, 1 de abril de 2009

Sí, cómo no – sí como no – no April Fool`s Joke
Some people have told me they consider Mexicans hypocrites and – or – liars. They base this judgement on episodes where they asked someone here a question, received and answer, and found out that the person “had not told the truth”. Please think again. I know that any dictionary will translate “yes” into “sí” in Spanish, and “no” is the same word in English and Spanish, although the pronunciation is a little different. What I learned, and what I am sometimes reminded of, is the fact that to say “no” to a person is considered impolite and even rude by many Mexicans. I am aware that this can have consequences for me, if I take a “yes” at face value. Last week, I got off at a subway station where I had never been before. I was standing next to a huge round open space where three avenues with six lanes each merge and separate again trying to decide in which direction I should go. I asked a passerby “Excuse me, is this Avenida X?” The person replied “yes” and continued. A followed her indication, but this “yes” and the way she had said it did not quite convince me. So a hundred or so meters down the street I asked another person “Excuse me, which street is this?” She replied “This is Avenida Y”. This information, as it turned out, was accurate. I went back to the corner, looked at the map and found Avenida X. So what happened? It occurred to me that they way I had asked the first question did not really give the person the space to think about it. Her “yes” was, so it seems, the most appropriate answer for her. I was reminded, once again, that “yes” does not always translate as “sí”.

lunes, 9 de marzo de 2009


Walzer – hierzulande
Ich habe vor einiger Zeit entdeckt, dass ich mich besser konzentrieren kann, wenn ich ab und zu „die Tapete wechsele“. Es scheint so, als ob ich mit jedem Ortswechsel einen anderen Stand- oder Sitzpunkt einnehme, was mir beim Nachdenken hilft. So mache ich mich, wenn es das Wetter und meine Zeit erlauben, öfter auf den Weg, um „woanders“ zu sein. Unser Garten ist eigentlich groß genug, nur da gibt es wenige Sitzgelegenheiten. Aber in der Nähe unserer Wohnung habe ich zwei Orte entdeckt, die ich sehr gerne besuche. Einer ist das Nationale Aquarellmuseum, wo man neben ein zeitgenössischen Bildern auch einige Kodizes betrachten kann. Der andere, nur wenige Schritte weiter, ist die im vergangenen Dezember eröffnete Fonoteca mit einer Archiv mexikanischer Musik. Hier habe ich letzte Woche mexikanische Walzer entdeckt, von Juventino Rosas und Macedonio Acala zum Beispiel. Am Eingang zur Fonoteca weist ein Schild darauf hin, dass Octavio Paz hier bis zu seinem Tod gelebt hat. Er ist wenige Tag nach meiner Ankunft in dieser Stadt gestorben. Beide Häuser haben übrigens einen wunderschönen Garten, in dem es sich gemütlich sitzen und lesen lässt, in dieser Jahreszeit eher im Schatten als in der Sonne.
Ser mujer
Me educaron para ser mujer, conforme a los genes con los cuales nací. Ahora bien, la manera cómo ser mujer depende del contexto social y cultural dentro del cual estoy viviendo, definida por las reglas no-escritas.
Me recuerdo de una noche de verano cuando estaba paseando por el parque detrás de nuestro edificio. La puesta del sol ya había empezado, y me senté en un banco mirando el río. Paulatinamente sentí sueño y me acosté allí mismo, mirando las estrellas que poco a poco aparecieron en la carpa del cielo. No sé cuando, pero un rato más tarde desperté y me di cuenta que estaba en medio de un parque público, sola, en la oscuridad. Lo maravilloso: no sentí miedo, sino una gran tranquilidad. Mi deseo pare este Día Internacional de la Mujer est que esto fuera posible en la ciudad done estoy viviendo ahora.

martes, 3 de marzo de 2009

Les imprévus – prévus
Depuis mon enfance, j’ai appris l’importance d’être ponctuelle. Chez ma famille, ête ponctuelle voulait dire : On se met d’accord sur une heure précise quand quelque chose – ou bien quelqu’un – va arriver. Arrivée l’heure, cet événement ou bien cette personne se présente. Arriver quelques minutes en avance est apprécié. Par contre, faire des choses « â la dernière minute » fait lever les sourcils chez les autres. Selon la tradition, les personnes avec un diplôme universitaire ont le privilège de pouvoir tarder quinze minutes – pas une seconde de plus, bien sûr. J’y pense des fois, et je me demande des fois comment je pourrais apprendre maintenant de ne pas être à l’heure. La ville où je me trouve à présent est un terrain d’entrainement parfait. Il n’y a pas d’horaire « fixe ». Un exemple sont les buses. Ils attendent au terminus, et une foi que le chauffeur considère qu'il y ait assez de personnes à bord, il part. Cela ne pose pas de problème, parce qu'il en a tellement de buses que pendant la journée, il en arrive toujours un à n’importe quel coin de la rue où je veux en prendre un. La situation se présente différemment dans le cas d’un mécanicien ou bien d’un service de livraison. On m'informe que « l’horaire » est de 9 a.m. à 7 p.m. Et si je veux que mon four soit réparé, ou bien si je veux installer le meuble que j'ai acheté, j'attends à la maison. (Note de l'auteure : Il vaut mieux confirmer avec l’entreprise si la personne arrivera vraiment cette journée-là.)
La phase deux de l’entrainement a commencé cette semaine : Je donne un « l’horaire » mexicain à mes clients et négocie une période pendant laquelle je vais arriver, au lieu d’annoncer une heure « fixe ».

domingo, 22 de febrero de 2009

Meine acht Sachen
Es kommt mir schon erstaunlich vor, wie viele Sachen ich vor meiner Abreise zurückgelassen und kaum vermisst habe. Nun sind sie fast alle ausgepackt, die Schränke füllen sich wieder. Einen Versuch, Inventur beim Auspacken zu machen, ist nur teilweise geglückt. Bücher habe ich aussortiert. Nun gut, das ist ein Anfang. Nur: Was nun? Buchtauschclubs gibt es hierzulande nicht, wie eine erste Recherche ergeben hat. Verschenken und im Freundeskreis tauschen wäre noch eine Möglichkeit. Kleidung ist ebenfalls aussortiert. Ich konnte mich in den letzten fünf Wochen davon überzeugen, dass ich mit den Kleidern aus dem Koffer prima zurecht kam. Die Küche ist ein anderes Kapitel. Hier schätze ich überaus die diversen Geräte, das Fondueset, das schöne Geschirr und die liebevoll ausgesuchte Dekoration. Ich halte mich lieber in „meiner“ Küche auf, und LB sagt mir, dass er die Resultate sehr schätzt. Morgen früh gibt es wieder einen frischen Saft, gemixt aus Ananas, Bleichsellerie und Mandarine. Demnächst läuft auch wieder die Nudelproduktion an. Ravioli aus eigener Produktion! Nein, in der Küche ist, soweit ich sehe, derzeit nichts überflüssig.